MIO-PERISTIM: Ihr vielseitiges Elektrostimulationsgerät für Inkontinenz und Beckenbodentraining
Der MIO-PERISTIM ist ein fortschrittliches Elektrostimulationsgerät, das speziell für den Einsatz bei Harn- und Stuhlinkontinenz entwickelt wurde. Als umfassendes Inkontinenzgerät bietet es 9 spezifische Programme zur Unterstützung bei Inkontinenzbeschwerden. Jedes MIO-PERISTIM Gerät wird mit einer geeigneten Sonde geliefert. Um eine optimale Anwendung zu gewährleisten, können Sie beim Kauf zwischen einer Anal- oder einer Vaginalsonde wählen, je nach individuellen Bedürfnissen für Ihr Beckenbodentraining oder Ihre Inkontinenztherapie.
Über die gezielten Inkontinenzanwendungen hinaus erweitert der MIO-PERISTIM seine Funktionalität mit 14 integrierten TENS-Programmen (Transkutane Elektrische Nervenstimulation) zur Schmerzbehandlung. Zusätzlich stehen 13 freie Speicherplätze zur Verfügung, um individuelle TENS- oder NEMS-Programme (Neuromuskuläre Elektrische Stimulation) zu hinterlegen und so die Anwendungsmöglichkeiten als vielseitiges Reizstromgerät zu erweitern.
Funktionelle Elektrostimulation (FES) bei Inkontinenz und Beckenbodenschwäche
Die Funktionelle Elektrostimulation (FES) ist eine Methode, die bei Inkontinenzproblemen, sowohl bei Männern als auch bei Frauen, eingesetzt werden kann. Durch gezielte elektrische Muskelstimulation lässt sich die Beckenbodenmuskulatur gezielt stimulieren und unterstützen. Diese Muskulatur spielt eine wichtige Rolle bei der Kontrolle der Blasen- und Darmfunktion.
Ein ergänzendes Beckenbodentraining kann die Anwendung sinnvoll ergänzen. Insbesondere bei Frauen mit Belastungsinkontinenz, einer häufigen Ursache für Blasenschwäche, ist ein gezieltes Training von Bedeutung. Hier kann die FES als alternatives Trainingsmittel zur Unterstützung der Beckenbodenmuskulatur genutzt werden.
Das Spektrum der Inkontinenz: Belastungs-, Drang-, Misch- und Stuhlinkontinenz
Das Inkontinenzproblem manifestiert sich in verschiedenen Formen:
Belastungsinkontinenz (Stressinkontinenz)
Diese Form, oft auch als Stressinkontinenz bezeichnet, tritt auf, wenn alltägliche Handlungen wie Husten, Niesen, Lachen oder andere Situationen, die einen Druck auf die Blase ausüben, zu einem unwillkürlichen Urinabgang führen können. Sie ist eine der häufigsten Formen bei Frauen und kann infolge von Schwangerschaften oder während der Wechseljahre entstehen. Hierbei können die Beckenbodenmuskeln an Spannkraft verlieren, was zu einer reduzierten Unterstützung der Blase führen und eine Neigung der Blase in Richtung Vagina begünstigen kann.
Dranginkontinenz
Die Dranginkontinenz ist gekennzeichnet durch einen plötzlichen, unwillkürlichen Urinverlust, der durch ein starkes Harndranggefühl ausgelöst wird. Ursache kann ein überaktiver Blasenmuskel sein, der unkontrolliert kontrahiert.
Mischinkontinenz
Wie der Name andeutet, handelt es sich hierbei um eine Kombination aus Symptomen der Drang- und Belastungsinkontinenz. Auch diese Form kann am häufigsten Frauen betreffen.
Stuhlinkontinenz
Bei der Stuhlinkontinenz können Betroffene den Stuhlabgang nicht willkürlich kontrollieren. Die rehabilitative Therapie sieht eine Unterstützung und Stärkung des Schließmuskels vor. Die Elektrostimulation mit dem MIO-PERISTIM bietet hierfür spezifische Programme mit angepassten Wellenformen, Frequenzen und Impulsdauern zur Unterstützung bei Stuhlinkontinenzproblemen.
Für die FES-Anwendung werden spezielle, medizinisch zertifizierte Sonden verwendet: anale Sonden für die Stuhlinkontinenzbehandlung bei Frauen und Männern, sowie Vaginalsonden für die Harninkontinenztherapie bei Frauen. Der MIO-PERISTIM erzeugt dabei schwache, elektrische Impulse, die gezielt an den Schließmuskel oder die Beckenbodenmuskulatur geleitet werden. Diese Impulse können Muskelkontraktionen hervorrufen und so zur Unterstützung der Muskelkraft und -spannung beitragen.
Der Einsatz von FES zur Unterstützung der Beckenbodenmuskulatur bei weiblichen Beschwerden
Schmerzhafte Beschwerden im Bereich der weiblichen Sexualität stellen in der gynäkologischen Praxis ein relevantes Thema dar. Da die funktionelle Elektrostimulation bei der Wiederherstellung und Rehabilitation der Funktion der Beckenbodenmuskulatur unterstützend eingesetzt werden kann, kann diese Technik auch bei entsprechenden Beschwerden eingesetzt werden.
Zur Förderung der Rehabilitation der Beckenbodenmuskulatur wird Frauen empfohlen, eigenständige Übungen zu Hause durchzuführen. Es wird empfohlen, 3-mal pro Woche für etwa 20 Min. zu trainieren.
Der zusätzliche Einsatz der funktionellen Elektrostimulation kann dazu beitragen, die Kontraktions- und Entspannungsfähigkeit der Beckenbodenmuskulatur zu unterstützen.